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12 Jahre Gefängnis für vergewaltigte Afghanin



Es sind Geschichten wie diese, die man in diesen Tagen seltener bis nie in deutschen Zeitungen zu lesen bekommt. Nachdem ein Mann in Afghanistan eine Frau brutal vergewaltigte, wurde sie des Ehebruchs bezichtigt. Die 19-jährige Gulnaz (Foto) muss seitdem mit ihrer zweijährigen Tochter, die nach der Vergewaltigung geboren wurde, eine zwölfjährige Haftstrafe verbüßen. Ihre einzige Möglichkeit, das Gefängnis zu verlassen: sie müsste ihren Vergewaltiger heiraten!
Hier ein ausführlicher Bericht von ibtimes.com, wie die Scharia Sexualverbrechen in Afghanistan handhabt mit Bezug auf den genannten Fall:

Amnesty International sagt, es ist wichtig, den Schleier über einer der schändlichsten Praktiken der afghanischen Justiz zu lüften. Nach der Scharia muss ein Sexualverbrechen von nicht weniger als vier Personen bezeugt werden, sonst wird das Opfer im Gerichtssaal gar nicht erst angehört. Nach einer solchen Praxis kann ein Mann, in Übereinstimmung mit Koran 24:13, jede Frau vergewaltigen, ohne je dafür belangt zu werden… Für Frauen hat das katastrophale Folgen.
Eine solche Regelung ist zwar nicht offiziell niedergeschrieben, aber die Scharia ist als das höchste Gesetz des Landes in Afghanistan verankert. Gemäß der Verfassung kann ihr nichts entgegentreten. Die Regelung wird in der Praxis durchgesetzt. Dabei stoßen alle Reformen auf Protest im Namen des Schutzes der Integrität des islamischen Rechts.
Ein Jahrzehnt nach dem Sturz der Taliban warten die afghanischen Frauen immer noch auf Gerechtigkeit. Die EU produzierte einen Dokumentarfilm über afghanische Frauen, die in Gefängissen einsitzen, weil sie „moralische Verbrechen” begangen haben. Die Veröffentlichung dieses wahrscheinlich äußerst aufschlussreichen Dokumentarfilms von Orla Guerin für BBC News wurde jedoch nicht zugelassen.
Ihren Entscheid, den Film zurückzuziehen, begründete die EU gestern mit „reellen Sorgen um die Sicherheit der dargestellten Frauen”. Einen konträre Meinung haben Mitarbeiter von Menschenrechts-Organisationen. Sie sagen, die Ungerechtigkeit der afghanischen Justiz solle endlich aufgezeigt werden.
Rund die Hälfte der weiblichen afghanischen Häftlinge sind wegen “Zina” (moralische Verbrechen) inhaftiert. Die Erklärung der EU-Delegation in Kabul lautete, das Wohl der Frauen sei der ausschlaggebende Punkt bei der Entscheidung gewesen. Kein Beamter der Delegation war bereit, über den Film befragt zu werden.
Einige der Frauen der “Zina” wurden wegen nichts anderem als der Flucht vor einer Zwangsheirat oder der Flucht vor gewalttätigen Ehemännern verurteilt. Menschenrechtler sagen, Hunderte von jenen Frauen, die heute hinter Gittern sitzen, seien Opfer häuslicher Gewalt.
Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte einer 19-jährigen Gefangenen namens Gulnaz. Nachdem sie vergewaltigt wurde, wurde sie des Ehebruchs bezichtigt. Ihr kleines Baby, ein Mädchen, welches nach der Vergewaltigung geboren wurde, verbüßt ihre Strafe mit ihr.
“Zuerst erhielt ich zwei Jahre”, sagt Gulnaz, während ihr Baby in ihren Armen hustet. “Als ich das angefochten habe, wurden es 12 Jahre. Ich habe gar nichts getan. Warum sollte ich für so lange verurteilt werden?”
Geschichten wie ihre sind auf tragische Weise typisch, sagt Heather Barr von Human Rights Watch. Sie ist mit der Recherche unter afghanischen weiblichen Gefangenen beauftragt.
“Es wäre beruhigend zu glauben, die Geschichten, die in diesem Film erzählt werden, wären Extremfälle”, sagte sie. “Leider könnte nichts weiter von der Wahrheit entfernt sein.”
Sie hat viele weibliche Häftlinge interviewt, die zweimal Opfer wurden – missbraucht von ihren Ehemännern oder Verwandten, und dann bestraft von denen, die sie eigentlich schützen sollten.
“Du hörst immer und immer wieder die gleiche Geschichte: Frauen, die zur Polizei gehen, um um Hilfe zu bitten, landen anschließend im Gefängnis,” sagte Heather Barr.
Ein Jahrzehnt, nachdem die Taliban gestürzt wurden, warten die afghanischen Frauen immer noch auf Gerechtigkeit, sagen Aktivisten.
Heather Barr: “Es ist sehr wichtig, dass die Menschen verstehen, dass diese schrecklichen Geschichten heute passieren – 10 Jahre nach dem Sturz der Taliban-Regierung, 10 Jahre nach dem was man als den Beginn einer neuen Ära für afghanische Frauen angesehen hat.”
Für viele kam diese neue Ära nie, aber für Gulnaz gibt es jetzt die Hoffnung auf Freiheit. Gemäß einem Gefängnisbeamten steht ihr Name auf einer Liste von Frauen, denen vergeben werden soll. Da sie aber keinen Anwalt hat, müssen ihre Papiere noch bearbeitet werden.
Möglich, dass Gulnaz auf Vergebung hoffen kann, weil sie, nach 18 Monaten Widerstand, nun eingewilligt hat, ihren Vergewaltiger zu heiraten. Gulnaz: “Meine Tochter braucht einen Vater.”

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