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Kelek " Zwangsheirat"Wenn Forscher die fatale Rolle des Islam leugnen


Ungereimtheiten in einer Studie zum Thema Zwangsheirat: Über den bizarren Versuch von Migrationsforschern, den Islam als kulturell unbedeutend zu erklären
Die zufällige Zahl von 3345 hilfesuchenden Frauen, die sich im Jahr 2008 von Zwangsverhei- ratung bedroht fühlten oder betroffen waren, ist erschreck- end. Es wirft ein Schlaglicht auf ein fortwährendes Drama, das erstmals durch eine Studie des Familienministeriums
Wird hier doch die von Islam-, Migrantenverbänden und Migrationsforschern verbreitete Legende, es handele sich bei Zwangsehen um Einzelfälle, zu Grabe getragen. Es sind meist junge Frauen, die zur Schule gehen, sie sind Migranten der xten Generation und Muslime. Und oft werden sie zur Heirat in die Heimat der Eltern verschleppt. Und doch ist dies nur die Spitze des Eisbergs.
Die die Untersuchung durchführende Lawaetz-Stiftung (http://www.welt.de/politik/deutschland/article13737784/Im-Namen-der-Ehre-die-Kehle- durchschneiden.html) kommt auf diese zufällige Zahl, nachdem sie 1500 Beratungsstellen angefragt hatte und von 830 eine Antwort erhalten hat.
Selbst die Forscher gehen davon aus, dass nur die Mutigen Hilfe gesucht und gefunden haben, und erklären schlicht, die Dunkelziffer von Zwangsverheiratungen in Deutschland sei nicht einzuschätzen.
Ja selbst eine Auskunft darüber, wie groß denn die von Zwangsheirat potenziell bedrohte Gruppe ist, mochten sie nicht preisgeben.
Denn um diese "Risikogruppe" zu benennen, hätten sie gleich zwei Scheuklappen ablegen müssen. Die eine ist die Weigerung anzuerkennen, dass Zwangsheirat auch etwas mit einer kulturellen Disposition zu tun hat.
Fast alle Ratsuchenden haben Migrationshintergrund
Zwar wird festgestellt, dass fast alle Ratsuchenden einen Migrationshintergrund und 83 Prozent als Religion den Islam angeben haben. Dieser Zusammenhang "dürfe uns nicht kalt lassen", sagte Familienministerin Schröder.
Eine zweite Scheuklappe und Schwäche der Studie hat auch mit der eingeschränkten Sichtweise zu tun, die Kultur des Islams bei der Betrachtung des Problems nicht zu berücksichtigen. Hierbei geht es konkret um die Abgrenzung von Zwangsehe zur arrangierten Ehe.
Die Forscher möchten die Unterscheidung zwischen diesen Formen der Eheanbahnung im subjektiven Empfinden der Betroffenen ziehen. Eine arrangierte Ehe ist für sie demnach in Ordnung und dann nicht zu untersuchen, wenn die Braut dem von den Eltern ausgesuchten Ehemann zustimmt.

Religionszugehörigkeit als "leere Variable"
Dieser Ansatz besteht darauf, die Angelegenheit als individuelles Problem zu betrachten und weigert sich, gesellschaftliche Strukturen oder kulturelle Dimensionen wie Gruppenzwang zu berücksichtigen. Religionszugehörigkeit sei, so der Beirat der Studie, eine "leere Variable", also uninteressant.
Dass es nachgewiesenermaßen einen "Zwang zur Ehe" in der islamischen Kultur gibt, wird von diesen Wissenschaftlern geleugnet. Sexualität ist im Islam bekanntermaßen nur in der Ehe legitim, und – ob freiwillig oder mit Druck – die Eltern haben ihre religiöse Pflicht erst erfüllt, wenn sie die Kinder verheiratet haben.
Wer die gesellschaftliche Dimension von Religion negiert, macht einen methodischen Fehler, kommt in der Analyse zu schrägen Ergebnissen und zieht die falschen Schlüsse. Ich bin mir sicher, das Ergebnis einer empirisch sauberen Erhebung über Zwangs- und arrangierte Ehen mit dieser Fragestellung wäre weitaus dramatischer, als die Studie jetzt vorgibt.
Grund für diesen wissenschaftlichen Unsinn ist der wissenschaftliche Beirat der Studie. Die dort unter anderem versammelten Professorinnen Ursula Boos-Nüning, Birgit Rommelsbacher und Gaby Straßburger und ihre Mitstreiter in den Instituten setzen seit Jahren alles daran, die "Kulturalisierung" von Integrationsproblemen speziell auch der Heiratspraxis zu verhindern.
Sie meinen jetzt der Ministerin in einer Protestnote unterstellen zu müssen, man habe sie hintergangen, weil entgegen ihrem ausdrücklichen Votum der Islam in der Bewertung von Zwangsheirat erwähnt wurde.
Der Islam hat nach Auffassung dieser Universitätsprofessorinnen kausal mit Zwangsheirat nichts zu tun, wer anderes behauptet wird von den Migrationsbeamten "zwangsrelegiert". Nach dem Motto: Was erlauben Sie sich, Frau Ministerin.
Monokausale Definitionen
Auch die Forscher der Lawaetz-Stifung haben sich offenbar gegen diese Peer-Group nicht wehren können. Die monokausale Definitionen der Studie zeigen wie diese Migrationsforscherlobby in der Lage ist, Wissenschaft zu ideologisieren und wie immer Integrationsprobleme zunächst auf ein soziales, wenn dies nicht hilft auf ein ökonomisches und nun auf ein Bildungsdefizit zu reduzieren.
Und wenn das nicht hilft, bemüht man die "Stammesgepflogenheiten" als Ursache, ohne zu fragen, woher Tradition kommt und wer sie legitimiert. Und warum die Lage der Frauen und die Heiratspraxis sich in islamischen Gesellschaften weltweit so ähneln. Gehören die alle einem Stamm an? Eine naiv- romantische Vorstellung von gesellschaftlichen Strukturen und Verhalten, die an deutschen Universitäten Blüten treibt.
Trotzdem: Die Studie ist zu begrüßen, weil sie erstmals aufzeigt, dass wir es bei Zwangsehen mit einem weitverbreiteten Missstand und Straftaten gegen Frauen zu tun haben, dass sie Gewalt in Familien ausgesetzt sind, dass nicht nur die ökonomisch Schwachen, nicht nur die Ungebildeten Täter wie Opfer sind.
Deutscher Pass schützt nicht vor Zwangsheirat
Und sie macht deutlich, dass die deutsche Staatsangehörigkeit oder die deutsche Sprache nicht vor Zwangsverheiratung schützt und auch als Integrationsparameter nur bedingt tauglich ist. Zumindest – das ist ein schwacher Trost – versetzen Sprachkenntnisse die Betroffenen eher in die Lage, Hilfe zu holen.
Die Integrationsbeauftragte Maria Böhmer und die Familienministerin Kristina Schröder wollen ein bundesweites Hilfetelefon einrichten und die Aufklärung vor allem an Schulen verstärken.
Das ist sehr zu begrüßen, denn Zuspruch, Aufklärung, die Kenntnis der eigenen Rechte und die Gewissheit, dass Lehrer, die Polizei, Freunde und Nachbarn einen verstehen und schützen werden, ist enorm wichtig, um durchzusetzen, dass jeder Mensch das Recht hat selbst zu entscheiden, ob, wann und wen er heiraten will.
Necla Kelek wurde in Istanbul geboren und lebt in Berlin. Sie ist Sozialwissenschaftlerin und Autorin. Ihre Bücher sind Bestseller und haben die Debatte um Integration und den Islam in Deutschland nachhaltig geprägt. Necla Kelek wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, zuletzt mit dem Freiheitspreis 2011

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