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Über den Salafismus


Laut Islamwissenschaftler Benno Köpfer gibt es drei- bis fünftausend Salafisten in Deutschland, der Islamwissenschaftler Guido Steinberg spricht von vier- bis fünftausend Anhängern. Alle Terroristen des 11. September 2001 waren Salafisten, darunter auch die drei Selbstmordattentäter der Hamburger Zelle.

Der Verein Einladung zum Paradies (EZP), der zu den Salafisten gerechnet wird, wird wegen seiner diskriminierenden Haltung gegenüber Frauen und Homosexuellen vom Verfassungsschutz beobachtet. Zu diesem Verein gehört auch der deutsche Konvertit Pierre Vogel, der besonders durch Video-Predigten im Internet missioniert.

In jüngerer Zeit (2012) hat die Missionsaktivität extremistischer Salafismusprediger wie Ibrahim Abou-Nagie im gesamten Bundesgebiet deutlich zugenommen, Schwerpunkte liegen in Nordrhein-Westfalen, Frankfurt, Ulm und Berlin.

Ziel der intensivierten Anstrengungen ist es laut Verfassungsschutz, "Konversionen zum Islam salafistischer Prägung herbeizuführen und damit diese Form des religiös motivierten Extremismus in Deutschland weiterzuverbreiten."

Über die Osterfeiertage 2012 verteilten Salafisten in 35 deutschen Städten kostenlose Ausgaben des Koran. In der von Abou-Nagie geleiteten und seit Monaten laufenden Kampagne wurden nach Schätzungen bislang dreihunderttausend Exemplare verteilt. Verteilungsverbote einiger Städte wurden von salafistischen Helfern umgangen.

Am Samstag hatten gewaltbereite Salafisten in Bonn 29 Polizisten verletzt, zwei davon durch Messerstiche schwer. Der Zentralrat der Muslime in Deutschland hat die Gewalt islamistischer Demonstranten verurteilt. Der Polizei liegen Hinweise auf weitere geplante Gewalttaten von gewaltbereiten Salafisten vor. Anlass soll die Dienstag in Köln stattfindende Wahlkampf-Kundgebung der Splitterpartei Pro NRW sein.







































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