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IS-Sexsklaven enthüllen das wahre Ausmaß des Schreckens des Lebens im Nahmittelosten

Können Sie sich vorstellen, was es bedeutet, entführt und auf einer Auktion wie ein Stück Fleisch angeboten, verkauft und danach immer wieder von einigen der bösartigsten Menschen der Welt über Monate hinweg jeden Tag vergewaltigt zu werden? Genau dieses Schicksal widerfährt tausenden und abertausenden Frauen im Irak und Syrien. Und die Opfer dieser Abscheulichkeiten seitens der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sind teilweise erst neun Jahre alt. Die Widerwärtigkeiten, über die ich hier spreche, sind ein solcher Albtraum, dass man sie fast nicht in Worte fassen kann. Aber es ist von großer Bedeutung zu verstehen, was hier geschieht.

Wenn Kämpfer des IS ein nichtmuslimisches Gebiet erobert haben, sind sie überzeugt, sich gegenüber Frauen alles erlauben zu können, weil es sich ja um »Ungläubige« handele. Unschuldige junge Frauen werden so auf unbeschreibliche Weise missbraucht und misshandelt, und die restliche Welt schaut gleichgültig zu. Aber diese schrecklichen Untaten des IS bilden weltweit betrachtet nur die Spitze des Eisbergs. Wie Sie gleich erfahren werden, gibt es heute weltweit viele Millionen Sklaven, und in 80 Prozent dieser Fälle geht es um sexuelle Ausbeutung.


Kürzlich stieß ich auf einen Artikel in der britischen Tageszeitung Daily Mail, in dem eindringlich beschrieben wurde, was der IS einer jungen jesidischen Frau namens Chalida angetan hat. Nach ihrer Verschleppung wurde sie zunächst zu einer der berüchtigten »Auktionen« gebracht, bei denen IS-Angehörige Frauen wie Sammelkarten kaufen und verkaufen können.

»Eine jesidische Frau, die achtmal als Sexsklavin verkauft worden war, berichtete, sie sei auf einem Laufsteg wie in einem Ausstellungsraum für Fahrzeuge feilgeboten worden.

Die 20-jährige Chalida war verschleppt und dann nach Raqqa gebracht worden, wo sie auf einem ›Frischfleischmarkt‹ angeboten wurde. Dort werden Frauen für den Preis eines Smartphones gekauft oder sogar einfach ›verschenkt‹.
Die schönsten Frauen werden in einer VIP-Lounge untergebracht. Dort halten sich führende IS-Vertreter auf und suchen sich drei oder vier Frauen aus, die ihnen uneingeschränkt zur Verfügung stehen müssen.«

Chalida und ihre Schwester wurden zuerst von einem schwer kranken, alten Mann mit einem weißen Bart gekauft, der sie in einen kleinen Raum einsperrte. Dort wurden sie immer wieder von ihm vergewaltigt und danach von seiner Ehefrau geschlagen, weil sie ihren Mann »verführt« hätten.

Später wurden sie dann »weiterverkauft« und immer wieder Opfer von Gruppenvergewaltigungendurch IS-Kämpfer. Weiter heißt es in dem Artikel:

»[Chalida] wurde bis zu dreimal täglich von ihrem ›Herrn‹ vergewaltigt oder Opfer von Gruppenvergewaltigungen durch IS-Kämpfer. Die stille Frau wurde insgesamt von acht Männern gekauft und wieder verkauft – und jeder neue Mann war brutaler, herzloser und perverser als der vorangegangene.

Gegenüber MailOnline erklärte sie, man habe ihr zwangsweise die Pille verabreicht, und einmal sei sie sogar in ein Krankenhaus gebracht worden, wo man ihr ein Verhütungsmittel injiziert habe, nachdem man sie nach einer besonders brutalen Gruppenvergewaltigung bewusstlos aufgefunden hatte.

Sie [der IS] wollten nicht, dass ich schwanger würde, denn wenn ich von mehr als einem Mann vergewaltigt würde, könne man nicht sicher wissen, wer der Vater des Kindes sei‹, sagte sie.«

Abscheulichkeiten wie diese geschehen im Nahmittelosten jeden Tag – aber nur wenige Berichte darüber finden den Weg in die Schlagzeilen der Medien der westlichen Welt. Vielleicht glauben wir, wenn wir einfach nicht zur Kenntnis nehmen, was diesen Menschen dort geschieht, sei nach der Logik einer Vogel-Strauß-Taktik unser Nichthandeln entschuldbar.

Lassen Sie mich Ihnen kurz berichten, was Nadia Murad widerfahren ist. Sie war 19 Jahre alt, als der IS die Stadt, in der sie lebte, eroberte. Vor ihren Augen wurden alle männlichen Familienmitglieder ermordet.

»Murad und ihre Mutter mussten zusammen mit hunderten anderer Frauen und Kindern aus den Fenstern [der örtlichen Schule] heraus mit eigenen Augen mit ansehen, wie der IS in der jesidischen Stadt Kocho ihre Männer und Söhne ermordete.

Wir konnten sehen, was draußen vorging – sie erschossen und enthaupteten die Männer. Viele verschleppten sie auch in Bussen. Meine sechs Brüder wurden auf diese Weise ermordet.‹«

In der westlichen Welt neigen wir zu der Auffassung, so etwas könnte uns selbst nie widerfahren. Aber in meinem neuen Buch The Rapture Verdict, in dem es um die Offenbarung des Johannes aus dem Neuen Testament geht, verweise ich darauf, dass sich möglicherweise alle Christen weltweit auf eine derartige Verfolgung einstellen müssen.

Wenn Sie der Illusion anhängen, Ihnen bliebe Derartiges sicher erspart, müssen Sie mit einem schmerzhaften Realitätsschock rechnen. Nachdem Nadia Murad den Mord an ihrer Familie mit

ansehen musste, wurde sie insgesamt 13-mal verkauft, und ihre verschiedenen »Besitzer« verhielten sich unglaublich grausam.

»Ich traf [,so berichtet die Journalistin Lara Whyte,] im Juli letzten Jahres das erste Mal. Vier Monate zuvor war es ihr gelungen, ihren Entführern in Mosul [,einer IS-Hochburg im Norden des Iraks,] zu entkommen. Sie besuchte England zusammen mit zwei weiteren Entführungsopfern und der früheren irakischen Parlamentsabgeordneten Amina Hasan Said, die mitgeholfen hatte, sie aus den vom IS kontrollierten Gebieten herauszuschmuggeln. Unter Zusicherung ihrer Anonymität schilderte sie in verstörenden Details, wie sie missbraucht, vergewaltigt und von IS-Kämpfern gekauft und weiterverkauft worden war. Insgesamt dauerten ihre Gefangenschaft und ihr Missbrauch acht Monate. Insgesamt wurde sie an 13 Männer verkauft, die sie einsperrten, hungern ließen und ihr jede Orientierung raubten.

Bei unserem Treffen zeigte sie mir Narben, die ihr mit brennenden Zigaretten von den IS-Kämpfern beigebracht worden waren, die für ihren ersten Besitzer, einen Kommandeur mit Namen Salman, arbeiteten. Nach ihrem ersten Fluchtversuch überließ er sie seinen Männern zu einer Gruppenvergewaltigung. ›Ich hatte ein kleines Fenster entdeckt, aus dem ich herausklettern und vom zweiten Stock herabspringen konnte. Aber einer der Wachen Salmans entdeckte mich und brachte mich zu ihm zurück. Ich hätte bei meinem Sprung sterben können, und später wünschte ich, dass dies auch geschehen wäre.‹«

Ich kann mir kaum vorstellen, dass man diese Berichte lesen kann, ohne darauf gefühlsmäßig zu reagieren. Man stelle sich nur einmal vor, etwas Derartiges geschehe der eigenen Ehefrau oder Tochter. Wie würde man sich dann fühlen?

Aber selbst wenn der IS in der nächsten Zeit völlig vernichtet würde, bedeutete dies nur eine sehr kleine Verbesserung angesichts des allgemeinen Problems der Sexsklaverei in unserer heutigen Zeit. Die folgenden elf Fakten über Menschenhandel und Zwangsprostitution habe ich der

Internetseite dosomething.org entnommen.

  1. Statistisch gesehen kostet ein Sklave oder eine Sklavin durchschnittlich gegenwärtig 90 Dollar.
  2. Bei Menschenhandel geht es immer um Ausbeutung in unterschiedlichster Form: Seine Opfer werden zur Prostitution gezwungen, als Sklaven gehalten oder gegen ihren Willen zur Verrichtung von Arbeiten gezwungen. Oft zwingt man Opfer von Menschenhändlern auch zu sexuellen Handlungen im Zusammenhang mit der Herstellung pornografischen Materials.
  3. Schätzungen zufolge geht es bei 80 Prozent der Fälle von Menschenhandel um sexuelle Ausbeutung, bei 19 Prozent der betroffenen Menschen wird deren Arbeitskraft ausgebeutet.
  4. Gegenwärtig gibt es etwa 20 bis 30 Millionen Sklaven weltweit.
  5. Nach Angaben des amerikanischen Außenministeriums werden jedes Jahr zwischen 600 000 und 800 000 Menschen über internationale Grenzen geschmuggelt. (80 Prozent dieser Personen sind weiblichen Geschlechts, und bei der Hälfte von ihnen handelt es sich um Kinder.)
  6. Das Durchschnittsalter für minderjährige Personen, die im Zusammenhang mit Menschenhandel zu sexueller Ausbeutung in die USA gebracht werden, liegt bei zwölf bis 14 Jahren. Oft handelt es sich um Mädchen und junge Frauen, die von zu Hause ausgerissen sind und bereits in ihrer Kindheit sexuell missbraucht wurden.
  7. In Kalifornien befinden sich drei der 13 Regionen der USA, in denen es nach Angaben des FBI zu Menschenhandel mit Jugendlichen im großen Stil kommt: Los Angeles, San Francisco und San Diego.
  8. Die landesweite Telefon-Hotline für Menschenhandel, bei der man verdächtige Ereignisse melden und um Hilfe bitten kann, verzeichnet aus Texas mehr Anrufe als aus jedem anderen amerikanischen Bundesstaat. 15 Prozent der betreffenden Anrufe stammen aus der Region Dallas-Fort Worth.
  9. Jedes Jahr werden zwischen 14 500 und 17 500 Menschen in die USA geschmuggelt.
  10. Menschenhandel bildet nach dem Drogen- und Waffenschmuggel den drittgrößten Bereich der internationalen organisierten Kriminalität. Berichten zufolge werden hier alljährlich Gewinne in der Größenordnung von 32 Milliarden Dollar erzielt. Davon entfallen 15,5 Prozent auf die Industrienationen.
  11. Nach Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) stellen Frauen und Mädchen mit etwa 11,4 Millionen betroffenen Personen (gegenüber 9,5 Millionen männlichen Opfern des Menschenhandels) die größte Zahl an Opfern von Zwangsarbeit.
Mir hat es angesichts dieser Zahlen schier den Atem verschlagen.

Nach Ansicht vieler Menschen handelt es sich bei Sklaverei um ein Phänomen aus früheren, weniger zivilisierten Zeiten. Aber in Wahrheit muss man davon ausgehen, dass heute unter uns


Unsere heutige Welt bringt Bösartiges im Überfluss hervor. Denjenigen, die überzeugt sind, der Mensch besitze im Kern ein »gutes Wesen« und der Menschheit stünde eine »glänzende Zukunft« bevor, fällt es schwer, diese Wahrheit zu akzeptieren.

Aber wenn die Menschen eigentlich einen guten Kern besitzen und wir als Menschheit doch in den vergangenen Jahrhunderten so große Fortschritte gemacht haben, warum gibt es dann heute mehr Sklaven auf der Welt als jemals zuvor und warum stoßen wir überall auf so viel Bösartigkeit? Die Antwort auf diese Fragen erlaubt größere Rückschlüsse auf den Antwortenden, als man vielleicht für möglich hält.


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